Ersatz Hangverbauung Familiengartenareal Emil-Klöti


Natur im Siedlungsraum, Kleinstrukturen | Realisiert im Februar 2017 | Kloster Fahr

Familiengartenareale sind Hotspots der Biodiversität in der Stadt Zürich. Nach den Richtlinien des biologischen Gartenbaus bewirtschaftet, bieten sie wertvolle Lebensräume unter anderem für Wildbienen, Geldbbauchunken und Glühwürmchen, wie sie sonst in der Stadt - aber auch im intensiv bewirtschafteten Landwirtschaftsland - selten sind. Als der Familiengartenverein Zürich-Wipkingen an uns herantrat mit der Aufgabe, eine marode Hangverbauung aus Rundhölzern zu ersetzen, willigten wir deshalb sofort ein.

Zuerst galt es, die alten, verwitterten Rundhölzer zu entfernen. Sie mussten fachgerecht entsorgt werden, da sie vermutlich zur besseren Haltbarkeit chemisch behandelt worden waren. Wir ersetzten sie durch Robinienhölzer, die auch unbehandelt eine sehr lange Lebensdauer haben und als Lebensraum für holzbewohnende Insekten und andere Kleintiere dienen können. Wo grössere Spalten zwischen den Hölzern nicht zu vermeiden waren, füllten wir diese mit Nistelementen für Wildbienen aus Ton, Holz und Bambusstengeln, wie sie in Wildbienenhotels verwendet werden. Zudem bauten wir einen Igelunterschlupf und einen Nistkasten für Hummeln in die Hangverbauung ein, die die Zivis vorher in unserer Werkstatt zusammengezimmert hatten.

Das Endergebnis kann sich sehen lassen: Der Hang ist für die nächsten Jahrzehnte gegen Abrutschen gesichert und wir konnten wieder einmal einen Beitrag zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum leisten.


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