Aufwertung Rebberg Rinderweid


Trockenmauern, Heckenpflanzung, Kleinstrukturen | Realisiert im November 2015 | Kloster Fahr

Im Zuge des Grossprojekts "100xZüriNatur" hat ZVS/BirdLife Zürich in den Jahren 2010 bis 2015 zusammen mit seinen Sektionen im ganzen Kanton über 100 Arten- und Lebensraum-Förderungsprojekte realisiert. Eines davon befindet sich im 2011 neu angelegten, rund einen Hektar grossen Rebberg in Hausen am Albis. Bestandteile dieses Aufwertungsprojekts sind die Anlage einer Frucht- und Dornenhecke, der Bau einer Trockenmauer und von neuen Ruderaflächen und Steinlinsen.

Bereits im Frühling dieses Jahres hat das Naturnetz am Rand des Rebbergs eine Trockenmauer gebaut und kiesige Ruderalflächen angelegt. Anfangs November erfolgte nun die Pflanzung der rund 1'300 Sträucher. Dazu zählten unter anderem Felsenbirne, Mispel, seltene Wildrosen, Sanddorn, Kreuzdorn und viele weitere standortgerechte Arten. Der Rebberg wird im Herbst nach der Lese künftig mit Schafen beweidet. Die 410 Laufmeter Hecke sollen später als natürliche Umzäunung des Rebberges dienen und wurden daher teils als dichte, dornenreiche Hecke gepflanzt, teils als Wildfruchthecke mit erhöhtem Dornenanteil. Ziel der Hecke ist, sowohl das Angebot an Nist- und Singplätzen als auch das Futterangebot für die Brutvögel zu erhöhen sowie das Blütenangebot für Insekten zu fördern. Die angelegten Steinstrukturen (Steinlinsen), Asthaufen und die blumenreichen Kiesflächen ergänzen die Palette von Aufwertungen, welche Brutvögeln, Reptilien und Insekten Unterschlupf und Nahrung bieten werden.

Mit den ausgeführten Massnahmen steht einer Wiederbesiedelung von Distelfink, Hänfling, Neuntöter, Blindschleiche und Zauneidechse hoffentlich nichts mehr im Wege!


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