Pflegearbeiten Kiesgrube Mülibach


Kiesgruben | Realisiert im Juli 2016 | Kloster Fahr

Die nach dem Kiesabbau renaturierte Fläche in der Kiesgrube Mülibach ist im Bundesinventar der Amphibienlaichgebeite von nationaler Bedeutung. Die Amphibien gehören zu den am stärksten gefährdeten Artengruppen. Rund 70 Prozent aller Amphibienarten in der Schweiz befinden sich auf der Roten Liste. Es besteht also dringend Handlungsbedarf! Durch den Schutz dieser Laichgebiete auf Bundesebene, sollen die im Inventar aufgenommenen Biotope langfristig erhalten bleiben - damit verbunden auch die nachgewiesenen Arten.

Zentrum der renaturierten Fläche in der Kiesgrube Mülibach ist ein grosses Laichgewässer. Der Wasserspiegel dieses Teiches wird künstlich geregelt. Durch das Ablassen des Wasser im Herbst kann verhindert werden, dass Fische im Teich überleben - denn diese fressen unter anderem auch Amphibienlaich! Ziel des herbstlichen Zivieinsatzes in der Kiesgrube war es den Flachwasserteich durch die Schilfmahd offen zu halten und eine angrenzende Hecke zu pflegen. Die künstliche Niveauregulierung des Wassers erleichterte uns die Schilfmahd enorm. Normalerweise müssen wir in Fischerstiefeln und mit dem Unterwassermäher dem Schilf zu Leibe rücken. Nicht in der Kiesgrube Mülibach! Es konnte angenehm mit dem Freischneider gearbeitet werden.

Im Gegensatz zur Schilfmahd gestaltete sich dafür die Heckenpflege etwas aufwändiger als normal. Da sich hinter der Hecke eine Magerwiesenböschung befindet und die moosigen Stellen ein Indiz dafür sind, dass die Wiese zu stark beschattet wird, wurde entschieden die Hecke stark zurückzuschneiden, dies vorallem in der Höhe. Da in der Hecke abschnittsweise nur Hartriegel wächst und keine wertvollen Sträucher, wurde mit Ergänzungspflanzungen etwas nachgeholfen. Man darf gespannt sein, wie sich die Hecke in den nächsten Jahren entwickeln wird.


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