Trockenmauer Parc Ela (Salouf)


Trockenmauern, Kleinstrukturen | Realisiert im September 2011 | Naturnetz mobil

Zum ersten Mal durften wir unsere Kräfte im Sommer 2011 für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft im Parc Ela einsetzen. Naturpärke wie der Parc Ela gehören zu den ursprünglichsten Natur- und Kulturlandschaften der Schweiz. Sie sind weitgehend intakte, vielfältige, dynamische und natürliche oder vom Menschen naturnah gestaltete Lebensräume. Unsere Aufgabe während drei Wochen bestand darin, eine teilweise eingestürzte Trockensteinmauer, welche den Alpaufgang oberhalb Salouf von den umliegenden Wiesen abgrenzt, zu sanieren. Dabei wurden die beschädigten Abschnitte ganz abgerissen. Neben den vorhandenen Steinen verwendeten wir noch zusätzliche Steine aus einem nahegelegenen Bachbett. Als Erstes setzten wir grosse Fundamentsteine. Auf ihnen wurde anschliessend die Mauer "trocken" gebaut. "Trocken" bedeutet, dass die Steine ohne Mörtel aufeinander geschichtet werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass jeder Stein alle umliegenden berührt und nicht wackelt. Trockensteinmauerbau ist ein altes Handwerk, welches von den Zivis erst erlernt werden muss und viel Geduld und Geschick verlangt. Pro Quadratmeter Sichtmauerwerk wurde etwa eine Tonne Steine verbaut.

Mit diesem Projekt werden einerseits Strukturen traditioneller Kulturlandschaften erhalten und andererseits Lebensräume für viele seltene Arten, welche genau diese Strukturen brauchen, geschaffen. Insbesondere profitieren trocken- und wärmeliebende Tiere wie Reptilien und spezialisierte Pflanzen.


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