Naturschutzarbeiten im Kanton Zug


Neophyten, Riedwiesen, Magerwiesen, Gewässer, Wald | Realisiert im Oktober 2011 | Naturnetz mobil

Im Auftrag des Amt für Umwelt des Kantons Zug arbeitete eine Zivildienstgruppe während drei Wochen in verschiedenen Gebieten. Das erste Gebiet wurde vor drei Jahren beim Bau der neuen Autobahnausfahrt als ökologische Ausgleichsfläche erstellt. Das Gebiet besteht aus drei Teichen, Magerwiesen und Heckenlandschaften. Die Aufgabe der Zivis bestand darin, die Magerwiesen und Schilfbestände mit dem Balkenmäher zu mähen. Aus dem Schnittgut wurden grosse Haufen erstellt, welche Reptilien als Eiablageplatz dienen können. Aus Bollensteinen aus der Lorze erstellten die Zivis grosse Steinhaufen als Unterschlupf und Sonnenplatz für Eidechsen.

Das zweite Projekt war auf einer alten Asphaltdeponie an der Kantonsgrenze zu Zürich. Durch die Überdeckung der Deponie mit einer wasserundurchlässigen Lehmschicht konnte ein kleines Feuchgebiet entstehen. Leider haben sich neben den wertvollen Pflanzen auch verschiedene Neophyten angesiedelt. Die Zivis entfernten in den Randgebieten Goldruten und einzelne Sommerflieder fachmännisch. Die grosse Feuchtwiese, welche sehr stark mit Goldruten durchwachsen ist, wurde mit dem Balkenmäher gemäht. In den umgebenden Hecken wurde eine erste Heckenpflege durchgeführt, dabei setzten die Zivis vor allem Hasel, Eschen und Hartriegel auf Stock. Zur Förderung von Amphibien wurde ein bestehender Teich ausgeräumt und mit einem Bagger aus dem nahen Kieswerk ein zusätzlicher Teich ohne zusätzliche Abdichtung erstellt.

Im dritten Gebiet, einer verschlossenen Deponie neben dem Golfplatz Holzhäusern, wurden auf einem mit Pionierwald bewachsenen Hang drei Schneisen geschlagen. Die Mischung von dichtem Pionierwald und offenen Flächen bietet seltenen Vögeln einen neuen Lebensraum.


In der Nähe