Parzelle Burgwies: Ökologische Aufwertung und Teichbau


Gewässerbau, Arealgestaltung | Realisiert im April 2016 | Kloster Fahr

Der Wehrenbach, einer der letzten Bäche mit teilweise wildem Charakter auf Zürcher Stadtgebiet, entspringt in der Nähe von Zumikon und mündet beim Zürichhorn in den Zürichsee. Unterwegs durchfliesst er unter anderem das Wehrenbachtobel, welches zu den wichtigsten Naherholungsgebieten der Stadt Zürich gehört. Entlang des Wehrenbaches kommen einige seltene Tier- und Pflanzenarten vor, für deren Schutz und Förderung sich die Stadt und weitere Institutionen stark einsetzen.

So konnte das Naturnetz im Frühling 2016 ein ökologisches Aufwertungsprojekt auf einer ehemaligen Kleingartenparzelle am Pfadiweg im Gebiet Burgwies beginnen. Dieses Projekt gilt primär der Föderung der lokal vorkommenden Gelbbauchunke (Bombina variegata). Auf einer Fläche, welche durch den Forst zuvor stark aufgelichtet wurde, wurden zwei neue Kleingewässer angelegt. Das grössere der beiden verfügt über eine Ablassvorrichtung, mit welcher das Gewässer temporär trockengelegt werden kann. Damit sollen potenzielle Fressfeinde der Gelbbauchunke, etwa Libellenlarven, an der Vermehrung gehindert werden. Das kleinere Gewässer ist hingegen von der Grösse so angelegt, dass es periodisch selbst austrocknen wird. Zur Freude der anwesenden Zivis konnten bereits kurz nach dem Bau im kleineren Gewässer erste Gelbbauchunken bei der Paarung beobachtet werden.

Weiter wurden die umliegenden ehemaligen Gartenflächen von Gehölzen und Gartenpflanzen befreit und eine Teilfläche gefräst. Eine zweite Teilfläche wurde mit schwarzer Folie abgedeckt, um die etablierte, artenarme Vegetation mit Hilfe der Sonne zu eliminieren. Ziel ist es, in einem späteren Schritt der ökologischen Aufwertung die beiden Wiesenflächen mit einer Direktbegrünung mit lokalem Schnittgut aufzuwerten.


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