Wanderweg- und Wytweidenunterhalt im Safiental


Wald | Realisiert im August 2015 | Naturnetz mobil

Im Zuge eines einmonatigen Einsatzes im Safiental stellte das Naturnetz Teilabschnitte eines alten Säumerpfades wieder her, half bei Räumungsarbeiten von Holzschlagflächen, entbuschte eine neu erstellte Wytweide in einem Sonderwaldreservat und beseitigte Schäden von Steinschlägen auf bestehenden Wanderrouten innerhalb eines Naturwaldreservates. Übernachtet wurde in einem Ferienhaus im malerischen Tenna.

Bereits im Jahre 2013 arbeitete das Naturnetz auf Abschnitten des alten Säumerpfades im Safiental. Im August dieses Jahres wurden weitere Streckenteile des alten Wanderweges entlang der Rabiusa verbreitert, ausgebessert, mit zusätzlichen Stufen versehen und stark vernässte Stellen mit Steinen ausgepflastert oder eingekiest. Der angestrebte, komfortable Ausbaustandard soll nicht nur für künftige Wanderfreunde von Nutzen sein, sondern auch den künftigen Unterhalt des Saumpfades erleichtern.

Die Waldalp auf der östlichen Talseite des Safientals war früher das Zuhause von rund 40 Valsern. Die Bewirtschaftung der umliegenden Flächen führte zu halboffenen, mit mächtigen Lärchen durchsetzten Wytweiden. Mit dem Bau der asphaltierten Strasse auf der westlichen Talseite wurde eine ganzjährige Besiedlung des schattigeren Berghangs uninteressant und die ehemaligen Weiden verwaldeten. Um die für Flora und Fauna interessanten halboffenen Wytweiden zu reaktivieren, wurde ein Sonderwaldreservat errichtet, in welchem mit gezielten Wald-Eingriffen der typische Wytweiden-Charakter wieder hergestellt wurde und künftig erhalten werden soll. Unser Auftrag war es, den stark aufkommenden Jungwuchs zu bekämpfen und die gefällten Bäume und Äste von den Weideflächen zu befreien.

Weiter halfen wir mit, Holzschlagflächen in Thalkirch zu räumen und stapelten das Astmaterial auf einzelne Haufen. Das Highlight unseres Einsatzes war mit Sicherheit die Instandstellung und Räumung des Wanderweges durch das Salentobel, welches im Naturwaldreservat Aclatobel liegt. Der herrliche Ausblick auf den rund 20 Kilometer entfernten Flimserstein, die Ringelspitze und das Ruinaulta brachte alle zum Staunen. Der Wanderweg barg nebst seiner Schönheit aber auch Gefahren. Steil abfallende Felswände forderten höchste Aufmerksamkeit bei jedem Schritt. Die in den Fels gesprengten Tunnels, welche für den Abtransport des Holzes mit Pferden gebaut wurden, wiesen daraufhin, dass zu früheren Zeiten die Ernte von Holz weit mehr Ertrag abwarf als dies heute der Fall ist. Hauptbestandteil dieses Teilauftrages war das Beseitigen von im Weg liegenden Felsbrocken, um diesen wieder sicher begehbar zu machen. Weiter wurden einwachsende Gehölze zurück geschnitten und einzelne abgerutschte Wegpassagen ausgebessert.

Wir schauen zurück auf einen intensiven und erlebnisreichen Einsatz mit vielen neuen Bekanntschaften vom Welschland bis in die tiefe Innerschweiz und durften eines der wohl schönsten und wildesten Täler der Schweiz kennen lernen.


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