Frühschnitt Schilf Hexengraben


Riedwiesen | Realisiert im Juni 2018 | Kloster Fahr

In der Gemeinde Hausen am Albis befindet sich am Türlersee die Riedwiese "Hexengraben". Üblicherweise werden Riedwiesen nur einmal und erst im September gemäht, da es in den Wiesen viele spätblühende Pflanzen hat. Die Pflanzen einer Riedwiese sind an einen nährstoffarmen Boden bestens angepasst. Sie konnten so eine ökologische Nische einnehmen, in welcher grosswüchsige Pflanzen, wie zum Beispiel Schilf, nicht optimal gedeihen können. In den letzten Jahrzehnten wurde aber vermehrt beobachtet, dass Schilfpflanzen in die Riedwiesen vordringen und damit die ursprüngliche Riedvegetation verdrängen. Noch nicht geklärt ist, was die Ursachen für dieses Phänomen sind. Unter Fachleuten ist man sich jedoch einig, dass der Nähstoffeintrag über den Regen die Hauptursache für die Verschilfung der Riedwiesen ist.

Eine Möglichkeit dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist ein Frühschnitt der verschilften Bereiche. Es hat sich gezeigt, dass das Schilf ein mehrmaliges Mähen schlecht erträgt und so in seiner Ausbreitung eingedämmt werden kann. So viel zum Hintergrundwissen – nun lag es an den Zivis von Naturnetz zu handeln!

Mit Balkenmäher und mehreren Motorsensen haben sich die Zivis an die Arbeit gemacht. Die grösste Herausforderung beim Mähen einer Riedwiese ist normalerweise der extrem nasse Untergrund. Doch in diesem von Hitze und Trockenheit geprägten Sommer 2018 war das erfreulicherweise kein Thema mehr. Das Schnittgut wurde anschliessend zusammengerecht und mit einer Blache an den Rand des Rieds gezogen, wo es vom Unterhaltsdienst des Amts für Wasserbau abtransportiert und entsorgt wurde. Dank den Zivis ist das Schilf nun gemäht und die eigentliche Riedvegetation kann sich ihren Platz längerfristig wieder zurückerobern.


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