Neophytenbekämpfung Tongrube Galmet


Neophyten, Kiesgruben | Realisiert im November 2016 | Kloster Fahr

Die Tongrube Galmet befindet sich inmitten des Aargauer Juras. Berühmt ist die Tongrube vor allem für seinen Reichtum an Fossilien. An bestimmten Stellen der Tongrube findet man etliche, sogenannte Belemniten. Im Volksmund werden diese auch „Donnerkeile“ oder „Teufelsfinger“ genannt. Die Belemniten ähnelten im Aussehen den heutigen Kalamaren und sind rund 358 bis 65 Millionen Jahre alte Versteinerungen! Doch nicht nur hinsichtlich der Fossilien ist die Tongrube Galmet bekannt. Die Tongrube befindet sich im Inventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung - also ein wichtiger Standort für den Amphibienschutz!

Amphibien sind die am stärksten vom Aussterben bedrohte Tierartengruppe der Schweiz. Rund 80 Prozent der Amphibienarten stehen auf der Roten Liste! Die Tongrube Galmet ist Teil eines über die Schweiz verteilten Mosaiks an Schutzobjekten und bildet damit ein wichtiges Element zur langfristigen Erhaltung und einer wünschenswerten Weiterverbreitung dieser bedrohten Arten.

Leider machen Neophyten nicht Halt vor solch wertvollen Naturschutzgebieten. Aus diesem Grund wurden die Zivis vom Naturnetz engagiert, um im renaturierten Teil der Tongrube Neophyten und andere Problempflanzen zu bekämpfen. Vor allem die Ackerkratzdistel hat sich in den letzten Jahren stark vermehrt. Während zweier Arbeitseinsätze haben die Zivis rund 800 Kilogramm Pflanzenmaterial gejätet und entsorgt! Ziel ist es, den Neophytendruck über die Jahre auf ein Minimum zu reduzieren.


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